Veranstaltungen 

Hier finden sich Informationen zu Veranstaltungen in der Regio. Das Themenspektrum umfasst nicht nur die für einen Weltladen "klassischen Bereiche" der Entwicklungszusammenarbeit, sondern greift auch die lokalen Themen auf, die ebenfalls globale Aspektebeinhalten. Nicht wundern, wenn plötzlich Hinweise zum Beispiel über eine Samen- und Pflanzenbörse, oder eine Kräuterwanderung auftauchen. Es geht uns darum, globale und lokale Themen und Fragestellungen eng miteinander zu verknüpfen. Wir wünschen viel Spass beim gemeinsamen Lernen...

siglinde krell li dr ilse preiss re 250 foto haraldgruber

Die Projektwerkstatt Zukunft, Hetzerath und der Eine Weltladen am 50°, Wittlich, laden zu einer Veranstaltung am 10. März 2017, 19 Uhr in das Haus Sankt Markus, Wittlich, ein.

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, gesunde Lebensmittel selbst angebaut: Bei uns ist das ein angesagtes Hobby mit sinnvollem Zusatznutzen. Und wenn es mal nicht klappt – haben wir ja Supermärkte mit einem allzeit verfügbaren Überangebot. Ganz anders stellt sich die Situation in vielen ländlichen Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika dar. Dort hängt für Millionen Kleinbauernfamilien nach wie vor das nackte Überleben von der Bewirtschaftung ihrer winzigen Parzelle ab. Auf diese Weise werden übrigens rund 80 Prozent aller Lebensmittel weltweit erzeugt.

 

Eigentlich ist genug für alle da: Die weltweite Ernte würde rein rechnerisch gut ausreichen, alle Menschen mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Dennoch hungern 800 Millionen – und die meisten Hungernden leben auf dem Land. Ihr Schicksal hat auch viel mit uns und unserer Lebensweise zu tun. Denn hier bei uns werden Lebensmittel in großem Stil zweckentfremdet, beispielsweise für „Bio-Sprit“ oder Futtermittel. Und unsere Agrarindustrie verfolgt ganz eigene Interessen  Nachhaltige Lebensmittelproduktion geht uns alle an: Darum geht es bei unserer Veranstaltung unter dem Stichwort GARTEN GLOBAL Indem wir in der Kückleinbauerin 250 suedindien foto haraldgruber1he jahreszeitlich passende Produkte verwenden und bewährte alte Obst und Gemüsesorten erhalten, sind wir Teil einer weltweiten Bewegung, die den Wahnsinn des globalisierten Agrarmarktes nicht länger mitfinanzieren will. Schließlich sind es gerade die Bauernfamilien im globalen Süden, die unter den ungerechten Bedingungen des Welthandels leiden – genauso wie immer mehr bäuerliche Familienbetriebe hierzulande.

Anhand einiger anschaulicher Beispiele in einem Vortrag sowie beim informativen Erfahrungsaustausch schlagen wir den Bogen von den heimischen Gemüsebeeten zum Kampf gegen Hunger und Armut. Dabei gibt es jede Menge praktische Tipps und Anregungen, was Jede/r von uns tun kann. Referentinnen sind Dr. Ilse Preiss (Bauerntochter, Geografin sowie Wirtschafts- und Dritte-Welt-Journalistin) und Siglinde Krell (zertifizierte Fachberaterin für das Kleingartenwesen und diplomierte Kräuterfachfrau [Phytaro]) vom Verein Projektwerkstatt Zukunft e.V. aus Hetzerath/Mosel.

Fotos:
oben: Sie informieren mit GARTEN GLOBAL über die Zusammenhänge: Siglinde Krell (links) und Dr. Ilse Preiss, hier mitten in ihrem eigenen großen Garten in Hetzerath/Mosel.

unten:In Südindien: Millionen Kleinbauernfamilien müssen von dem leben, was sie auf ihren kleinen Parzellen bewirtschaften.

Fotos: Harald Gruber/Projektwerkstatt Zukunft
www.garten-global.de

Suche