über 25 Jahre fairer handel in Wittlich

 engagiert - ehrenamtlich - solidarisch - sozial - politisch - gerecht

Menschen für Menschen


"Der Treibstoff E10 ist weder sonderlich ökologisch noch C0² neutral. Im
Gegenteil, weltweit heizt er den Run auf fruchtbares Ackerland an und
verschärft das Hungerproblem." So kommentiert Ingrid Röder von der
Aktion 3.Welt Saar die aktuelle E10 Diskussion. Sie ist Autorin der von
der Aktion 3.Welt Saar publizierten Flugschrift "Agrotreibstoffe weder
öko noch fair - Warum Energie dezentral produziert werden soll". Die
vierseitige Publikation bietet eine knappe Einführung in die Thematik
und eignet sich zum Einsatz in der (außer-) schulischen Bildungsarbeit.
"Heute wird in der 3. Welt bestes Ackerland für den Energiehunger in der
1. Welt in Beschlag genommen. Die Euphorie um die Energiepflanzen wird
begleitet von einem "Weiter so" anstatt Schritte zu einem Umdenken in
Richtung Energiesparen und kleineren Autos einzuleiten", so Ingrid Röder

Die Lösung scheint einfach: Nachwachsende pflanzliche Rohstoffe wie
Palm-, Soja- und Rapsöl sowie Ethanol sollen das Energieproblem lösen
und langfristig Erdöl ersetzen. Der alte jahrhundertealte Traum der
Menschheit von einem perpetuum mobile ist zum Greifen nah. Soviel Sprit
wir auch verbrauchen, er wächst einfach wieder nach. Von Jahr zu Jahr.
Als Zuckerrüben und Raps in Deutschland, als Palmöl in Indonesien,
Kolumbien und anderen 3.Welt Ländern. Etwas weniger träumerisch agieren
diejenigen, die bereits heute beste Ackerböden in Afrika, Asien und
Lateinamerika aufkaufen zum Anbau von Energiepflanzen. Dass die
Nutznießer des Anbaus in der 1. Welt sitzen, hat keinen Einfluss auf die
saubere Ökobilanz. Und die Sozialbilanz spielt bei diesem Wettlauf um
Ackerland schlichtweg keine Rolle. Das Heilsversprechen, mit
Agrotreibstoffen das Energieproblem zu lösen, erinnert an das
Versprechen der Protagonisten der grünen Revolution in den 70’ern, den
Hunger zu besiegen. Mit dem großflächigen Anbau von Nahrungspflanzen in
der 3. Welt und dem intensiven Einsatz chemischer Düngung sollte der
Hunger der Vergangenheit angehören. Das Gegenteil trat ein. Der Hunger
wuchs und mit ihm eine industrielle Landwirtschaft mit hohem
Pestizideinsatz.
Qu.: Aktion 3. Welt Saar

Mehr Infos und Flugblatt


Der lange Schatten von E 10

zurück zu Aktuell

Spitzenreiter 2018

Organico tr 250

Neu im ewl

ELAN

Suche


Sozialer Friedendienst im Ausland

Wir sind Mitglied

Wer ist online

Aktuell sind 63 Gäste und keine Mitglieder online

Statistiken

Seitenaufrufe: 689577