25 Jahre fairer handel in Wittlich

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Menschen für Menschen


COOPROAGRO zählt rund 1800 Mitglieder (darunter 10% Frauen), die in 15 Dorfgruppen / Mitgliedskooperativen sind. Früher bauten viele der ProduzentInnen Kaffee an, ersetzten diesen allerdings in Zeiten der niedrigen Kaffeepreise nach und nach durch Kakao. Heute ist Kakao die wichtigste Cashcrop zur Sicherung der Familieneinkommen.

Zusätzlich werden Bananen, Zitrusfrüchte, Süßkartoffeln und Gemüse für den Eigenbedarf angebaut. Rund 50% der gesamten Kakaoproduktion COOPROAGROs erfolgt unter den Richtlinien des zertifizierten Bio-Landbaus (IMO bzw. Naturland). Durch die Mitgliedschaft bei den Kooperativen und den Zugang zum Fairen Handel kommen die ProduzentInnen in den Genuss folgender Vorteile:

  • Bessere Preise durch Direktvermarktung,
  • FAIRTRADE- und Bio-Zertifizierung;
  • Garantierte Mindestpreise für Kakao
  • Auzahlung einer FAIRTRADE-Prämie

In der Vergangenheit wurden mit den Geldern aus den FAIRTRADEVerkäufen vor allem Infrastrukturprojekte finanziert – Straßen- und Brückenbauten, die Stromversorgung in einem der Dörfer, eine Schule saniert bzw. ein Vereinshaus gebaut. Aktuell will man mit den Prämien vor allem die Verarbeitungsanlagen verbessern und Maßnahmen zur Qualitätssicherung setzen:

  • Technische Beratung und Unterstützung bei der Zertifi zierung;
  • Unterstützung bei der eigenständigen, kooperativen Weiterverarbeitung des Kakaos und
  • damit Beteiligung an der weiteren Wertschöpfung;

Quellen: Claro-Partnerbeschrieb von E. Piras,
Gepa / Reisebericht von St. Beck;
(EZA/bc/ November 2008)


COOPROAGRO ist die Kurzform für COOPERATIVA DE PRODUCTORES
AGROPECUARIOS

„Unsere Kooperative verfügt über ein Team von Agraringeneuren, die all unseren Mitgliedern kontinuierlich und beratend zur Seite stehen. Sie garantieren, dass die internationalen
Normen des Bio-Landbaus strikt eingehalten werden. Dieses Team kontrolliert Jahr für Jahr jede einzelne Parzelle; darüber hinaus organisiert es Workshops, Exkursionen und Schulungen, die auf den produktiven Grundlagen unserer Kooperative beruhen. Dieses Team ist aber auch für die Schulungen der ProduzentInnen hinsichtlich der Einhaltung der Qualitätsstandards zuständig, denn nur so kann unsere Kooperative Kakao bester Qualität bieten.“
Quelle: www. cooproagro.org

Gemeinsam aus der Abhängigkeit
Die Mitglieder von COOPROAGRO sind kleinbäuerliche Kakaoproduzenten, die in 15 Dorfgruppen bzw. Kleinkooperativen organisiert sind. Neben Kakao bauen sie auf ihren kleinen Parzellen für den Eigenbedarf Reis, Süßkartoffeln, Kochbananen, Gemüse und Zitrusfrüchte an. Früher hatten einige der Bauern kleine Kaffeeplantagen. Wegen des sinkenden Weltmarktpreises für Kaffee stellten die meisten jedoch auf die Produktion von Kakao um.
Anfangs hatten die Bauern keinen direkten Marktzugang und waren aufgrund mangelnder Transportmöglichkeiten von ausbeuterischen Zwischenhändlern abhängig, die ihnen Preise zahlten, die unter den realen Produktionskosten lagen. Um dieses Abhängigkeitsverhältnis zu überwinden, schlossen sich Mitte der 80er-Jahre einige Kakaobauern und –bäuerinnen im Nordosten des Landes in San Francisco de Macoris, dem wichtigsten Kakaoanbaugebiet der Insel, zu einer regionalen Vereinigung von KakaoproduzentInnen zusammen. Wenig später trug dieser Regionalverband als eines der Gründungsmitglieder auch maßgeblich zum Aufbau eines nationalen Dachverbandes der dominikanischen Kakaobauern bei.
Mit dem Ziel, größere Unabhängigkeit zu erreichen und sich noch direkter und demokratischer
um die Belange seiner Mitglieder kümmern zu können, trennte sich der mittlerweile auf eine Vereinigung von 15 lokalen Genossenschaften angewachsene Regionalverband 2007 vom nationalen Dachverband und machte sich unter dem Namen COOPROAGRO (Cooperativa de Productores Agropecuarios) selbständig. Man erwarb eine eigene Exportlizenz und ist sowohl Bio- als auch FAIRTRADE-zertifiziert.
Die GEPA bezieht seit Mitte 2007 ihren Bio-Kakao direkt von COOPROAGRO.

Vorteile des Fairen Handels
Für die Mitglieder von COOPROAGRO ist Kakao die wichtigste Einnahmequelle. Ihr Jahreseinkommen würde somit ohne den Fairen Handel von den Schwankungen des Weltmarktpreises für Kakao abhängen. Deshalb sind die Fair-Trade-Prämie und der garantierte Mindestpreis sehr wichtig für die Familien. Die Fair-Trade-Prämie wird für Gemeinschaftsprojekte verwendet. Die Mitglieder der Kooperative entscheiden demokratisch über die genaue Verwendung der Gelder und über die Gestaltung der Projekte.

Die Kooperative verwendet die Fair-Trade-Prämie hauptsächlich für Investitionen im Bereich der Infrastruktur und für Anschaffungen von Maschinen zur Qualitätssicherung und Weiterverarbeitung des Rohkakaos. So wurden beispielsweise Brücken gebaut, Straßen repariert und entlegene Gemeinden an das Stromnetz angeschlossen.
Außerdem wurde eine Schulkantine eingerichtet und ein Vereinshaus für die gemeinsamen Versammlungen gebaut.
Die Weiterverarbeitung des Rohkakaos und der anschließende Export werden von der Kooperative durchgeführt. Alle Mitglieder haben Zugang zu agrartechnischen Beratungsleistungen und werden bei der Umstellung auf den Bio-Anbau unterstützt.

Qu.: GEPA


 

Der Film von Fairtrade Deutschland  informiert über die Arbeit der Kakaogenossenschaft COOPROAGRO.

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